Die Fräulein

Mehlspeisenfräulein sind zwei Fräulein aus Graz, die ihre Liebe zu Mehlspeisen voll ausleben und damit neue Wege auf der süßen Seite des Lebens gehen.

Das Wissen, das Handwerk und das Vergnügen der Mehlspeisen wird dabei gern mitgenommen. Die Vergangenheit verstaubt hier aber nicht mit Zucker, sie strahlt glanzvoll-prächtig mit ihrer Creme und steht zu ihrem neuen Teig. Egal welcher Geschmack. Egal ob Torte oder Tarte, Kuchen oder Cake. Die Backstube dürfen nur Kreationen verlassen, bei denen sie sich ganz sicher sind, erst dann dürfen auch andere davon naschen.

Was genau entsteht, können sie ja selbst nicht vorhersagen. Das entsteht immer wieder neu, beim Überlegen und Probieren mit feinen Zutaten und frischen Ideen. Auf Basis von Traditionen und mit dem Mut, das alles doch ganz neu zu denken. Was bestehen bleibt, ist der Genuss einer köstlichen Mehlspeise mit ihrem ganz eigenen Geschmack. Das bleibt in Erinnerung noch lange, nachdem man aufgegessen hat.

Lisi Köhl & Vera Straschek
Vera Straschek und Lisi Köhl backen mit besten Zutaten, viel Liebe und Freude. Das sieht man ihnen auch an.

Die Geschichte

Sie waren schon Mehlspeisenfräulein, bevor sie sich selbst so nannten. Die Liebe zum Backen hat sie zusammengebracht.

Die beiden Fräulein, Lisi und Vera, teilten die Liebe zum Backen doch schon lange, bevor sie sich kannten. Kochlöffel und Schneebesen wurden ihnen nicht in die Wiege gelegt. Ihre Fähigkeiten und ihr Interesse fürs Backen wurde in den Küchen ihrer Großmütter und Mütter hart erarbeitet. Familienrezepte müssen erst verdient werden, bevor man sie weiter gegeben bekommt.

Beide führte das Studium dann auf andere Wege, sie landeten in Graz, fingen beide an, Betriebswirtschaft zu studieren, besuchten beide den gleichen Kurs und fanden dann endlich zueinander. Nachdem sie sich gegenseitig kennengelernt hatten, entdeckten sie schnell ihre Gemeinsamkeiten. Allen voran eine entscheidende: die Liebe zum Backen.

Einmal gefunden, begannen die beiden schnell, gemeinsam Rezepte zu probieren, auszutauschen und zu verfeinern. Freunde und Familie kamen in den Genuss ihrer ersten Backversuche, überraschenderweise konnten sie aber ob der Vielzahl an feinen Torten, Kuchen und anderen Süßigkeiten genug davon bekommen. Wohin also mit den ganzen Ideen und Mehlspeisen? Die Pop-up Bakery war geboren.

Die Fräulein konnten viele neue Rezepte umsetzen, andere konnten sie probieren, die Freude war ganz beiderseits. Sie wollten aber noch mehr Neues versuchen, ihre Ansprüche waren mit ihrem Können gewachsen. Der nächste Schritt führte sie in die Ausbildung zur Konditormeisterin, um der Liebe zum Backen mit einem offiziellen Titel ein Sahnehäubchen aufzusetzen. Dort saßen sie ohne professionelle Vorbildung, dafür mit dem Mut, durchzubeißen. Entgegen dem Namen ist man in der Konditorausbildung nämlich nur den Süßspeisen gegenüber zart.

Dazwischen haben sie sich aber auch nicht gehen lassen: Zahlreiche Feiern wurde durch die stilvollen Mehlspeisen der Fräulein versüßt. Dazu haben sie mit ihren Pop-up Bakeries stets neue Trends bei Torten getestet oder gleich ganz neue Rezepte erfunden.

Mit dieser Sorgfalt entstand jetzt auch die erste eigene Backstube in Graz. Dort hat sich der Kindheitstraum von der eigenen Backstube endlich erfüllt. Ihren Omas und Mamas kann man nichts mehr beibringen, dafür entdecken jetzt neue Leute ihre eigenen Fähigkeiten und bekommen das Backen beigebracht. Liebe geht nämlich bei den Mehlspeisenfräulein durch den Ofen. Und der ist noch lange nicht aus.

Steckbrief

Was willst du unbedingt
noch backen?
Vera: Die Geburtstagstorten für meine zukünftigen Kinder.
Lisi: Die Hochzeitstorte meiner Schwester.
Wem würdest du gerne etwas
backen und was?
Vera: Auf jeden Fall meinem Konditor-Lehrmeister. Ich denke, er hat noch nie eine Torte von uns gekostet. Und natürlich freue ich mich schon darauf einmal die Hochzeitstorte meiner Schwester backen zu dürfen.
Lisi: Meiner Mama. Die lässt das aber selten zu, denn sie meint ich habe schon genug andere Mehlspeisen zu backen. Ansonsten alle Hochzeitstorten meiner Freundinnen. Ich freue mich schon, wenn’s soweit ist.
Was hast du durch’s
Backen gelernt?
Vera: Ich habe gelernt, mir genügend Zeit fürs Backen zu nehmen. Zu hastig und ungenau zu arbeiten, rächt sich beim Backen nämlich sehr schnell. Und ich habe gelernt, zu improvisieren und kreativ zu arbeiten.
Lisi: Wie man aus einfachen Zutaten mit ein wenig Geduld und viel Ellbogenarbeit etwas ganz Großes schaffen kann.
Deine persönliche
Lieblingsmehlspeise?
Vera: Die Topfentorte meiner Mama und Oma. Die war jahrelang die Geburtstagstorte, die ich mir selbst gewünscht habe.
Lisi: Die Schoko-Obers Torte meiner Mama (Originalrezept von meiner Tante Gerlinde). Die perfekte Torte in meinen Augen – ein Muss für jeden Geburtstag.
Wenn du gerade nicht
in der Backstube stehst –
was machst du dann?
Vera: Neben dem Backen ist das Kochen eine weitere Leidenschaft von mir. Ich lade sehr gerne Freunde und Familie zu mir ein, um sie zu bekochen und neue Rezepte auszuprobieren.
Lisi: Dann versuche ich mal nicht ans Backen zu denken. Ich betreibe ein kleines Kunsthandwerk und verkaufe Knotenketten aus Seidenkordeln.